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Geschichte

Familien Badekarte aus dem Jahr 1889 Erkrath

Schon seit meiner frühesten Jugend interessiere ich mich für lokale und allgemeine Geschichte. Nachfolgend ein allgemein gehaltener Text über die Geschichte meiner Heimatstadt Erkrath. Quelle: www.erkrath.de

Die Stadt Erkrath in ihrer heutigen Form ist noch sehr jung. Sie wurde am 15. März 1966 gegründet und am 1.1.1975 im Rahmen der Kommunalen Neugliederung durch den Zusammenschluss der alten Stadt Erkrath und der Gemeinde Hochdahl neu gebildet. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der frühere Ortsteil Unterbach in die Stadt Düsseldorf eingemeindet.

Erkrath ist eine Stadt auf historischem Boden, gelegen an den westlichen Ausläufern des Bergischen Landes, unmittelbar an dem weltberühmten Neandertal. Der Name “Erkrath” taucht erstmalig 1148 in zwei Urkunden des Stiftes Werden auf. Dort werden Bernhard von Everkrothe, ein “Freischöffe”, und Siegbert, ein “Freier von Everekrothe”, erwähnt. 1237 wird ein Ritter Daniel de Erkerode genannt. Stammsitz dieser Familie war wahrscheinlich das “Haus Bavier”, vormals “Schletzgut”, welches vor Jahren einer modernen Wohnanlage weichen musste.

Im Jahre 1815 kam Erkrath mit dem Großherzogtum Berg zum Königreich Preußen. Damals zählte das Dorf nur 522 Einwohner. Aufschwung brachte der Bau der ersten westdeutschen Eisenbahn im Jahre 1838. Weit über 140 Jahre besaß Erkrath mit 33,3 Promille die steilste Hauptstrecke Europas. Sie führte von Erkrath nach Hochdahl hinauf und wurde zuerst durch ein von einer stehenden Dampfmaschine gezogenes Seil, - ein Jahr später durch Lokomotiven als Gegengewicht – überwunden. Daran erinnert die am Hochdahler Bahnhof aufgestellte Umlenkrolle. 1926 wurde der Seilzugbetrieb durch zusätzliche Dampflokomotiven ersetzt. Erst mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Düsseldorf-Hagen im Jahre 1963/1964 schaffte man die Steigung ohne weitere Hilfsmittel. Mit der Eröffnung der Ost-West-S-Bahn am 28./29. Mai 1988 feierten die Bürger der Stadt gleichzeitig auch das 150jährige Jubiläum der Eisenbahnstrecke Düsseldorf-Erkrath.

Um 1830 wurde Erkrath durch die Nutzung einer schwefelhaltigen Heilquelle vorübergehend zu einem bekannten Kurort. Voller Stolz sprachen die Vorfahren vom “bergischen Nizza”. Sie priesen es als Sommerfrische und Villenvorort von “Groß-Düsseldorf”; der Verkehrs- und Verschönerungsverein lobte es als Ruhesitz für Rentner und pensionierte Beamte. Der Hymnus gipfelte in den Worten: Erkrath, die Lunge Düsseldorfs. Es wurde ein großes Kurhaus gebaut, dessen Gebäude auf der Bahnstraße 18, ehemalige Polizeiwache, erhalten geblieben ist. Liegehallen, Badehäuschen und einige Badeteiche lagen im Kurpark. Die Zeiten allerdings, da Erkrath als bekannter Kurort galt, der von Gicht- und Rheumakranken besucht wurde, sind endgültig vorbei. Die Heilquelle versiegte um 1870.

Am 1.6.1898 schied Erkrath aus der Landesbürgermeisterei Gerresheim aus und bildete, zusammen mit den Ortschaften Unterbach, Hochdahl und Bruchhausen, eine eigene Bürgermeisterei.
Die Neuordnung des Landkreises Düsseldorf-Mettmann im Jahre 1929 brachte wesentliche Veränderungen. Die Gemeinde erhielt Teile von Morp und Ludenberg, verlor aber Hochdahl und Bruchhausen.

 

Erkrath war ein Dorf, das durch die Landwirtschaft geprägt war und nur wenige Industrie- und Gewerbebetriebe besaß. Seinen Aufschwung erlebte Erkrath nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Gemeinde wuchs im Jahre 1963 auf 15.300 Einwohner an. Insbesondere durch Zuzug von Vertriebenen und Fachkräften für die Erkrather Industrie mussten Wohnungen und Arbeitsplätze geschaffen werden. Erkrath entwickelte sich zu einer Mittelstadt. Dies wurde nach außen durch Verleihung der Stadtrechte dokumentiert. Durch Beschluss der Landesregierung vom 15.3.1966 wurde der Gemeinde Erkrath die Bezeichnung “Stadt” verliehen und in einem Festakt am 28. Juni 1966 im ehrwürdigen und historischen Kaiserhof-Theater zu Erkrath die Urkunde durch den Innenminister Willy Weyer überreicht. Die Stadt Erkrath beging mit einer Festveranstaltung in der Stadthalle am 28. Juni 1986 den 20. Jahrestag der Stadtrechteverleihung.

Hochdahl

Der jetzige Ortsteil Hochdahl hat seinen Namen von dem Hof gleichen Namens übernommen, der in einem Schlickumer Zinsverzeichnis 1392 als “Ym Dale” und 1416 “Uf dem Dahl” genannt wurde. Die Gemeinde führt diesen Namen allerdings erst seit 1938, nachdem der ursprünglich zu Erkrath gehörende Teil 1930 eingemeindet worden war. Bis dahin hieß sie “Millrath”. Dieser Name “Milroyde” wurde erstmals 1218 urkundlich genannt und bedeutet so viel wie Rodung des Milo. Die Geschichte Millraths ist mit dem Hof "Schlickum", der urkundlich 1050 erwähnt wird und somit ältester Siedlungspunkt Hochdahls ist, eng verbunden.

Im Ortsteil Hochdahl, mit nahezu 30.000 Einwohnern der größte Siedlungsschwerpunkt im Bereich der Stadt Erkrath, vollzieht sich – Anfang der sechziger Jahre auf der “grünen Wiese” begonnen – eines der größten städtebaulichen Vorhaben des Landes Nordrhein-Westfalen der Nachkriegszeit.
Zu diesem Zweck wurde auf Initiative des Landes von der ehemaligen Gemeinde Hochdahl, dem Kreis Mettmann sowie weiteren Gesellschaftern die Entwicklungsgesellschaft Hochdahl gegründet, der neben der städtebaulichen Planung und der Erschließung von Bauflächen der gesamte Grundstücksverkehr mit Bauträgern, Einfamilienhausbauherren und Gewerbetreibenden obliegt.
Erste städtebauliche Konzeptionen wurden vom Stadtplaner Professor Aloys Machtemes entwickelt und später durch das Büro Kuhn, Boskamp und Partner veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Seit dem 1.1.1992 ist die Stadt Erkrath Alleingesellschafterin; das Entwicklungsziel ist inzwischen weitgehend erreicht.

 

Unterfeldhaus

Die Ortsbezeichnung Unterfeldhaus geht auf einen Hof zurück, der schon 1218 mit “Haus Unterbach” zusammen als Velthusen genannt wurde. Der Hof Oberfeldhaus wurde später abgezweigt. Ursprünglich gehörte Unterfeldhaus wohl zum Besitz des Hauses Unterbach, da es von Konrad von Elverfeld 1461 mit Haus Unterbach an Dolf von Quad verkauft wurde.
Die neue Stadt Erkrath mit ihren Stadtteilen Erkrath, Hochdahl und Unterfeldhaus ist eine schöne moderne Mittelstadt mit ca. 50.000 Einwohnern. Erkrath gehört zum Kreis Mettmann und ist verkehrsgünstig gelegen zwischen den Großstädten Düsseldorf und Wuppertal (A 3 / A 46). Die Stadt ist zugleich auch das Tor zum Neandertal und zum Bergischen Land. Das Neandertal ist eine weiträumige Erholungslandschaft. Dieses Tal ist übrigens nicht allein wegen seiner landschaftlichen Reize so bekannt. Es erlangte Weltberühmtheit durch seinen ältesten Bewohner, den Neandertaler. Der Homo sapiens neanderthalensis lebte jedoch nicht ausschließlich im Tal der Düssel. Fundstätten seiner Zeitgenossen gibt es reichlicher im Mittelmeergebiet und in Mittelasien. Der Neandertaler lebte etwa zwischen 200.000 bis 40.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Seine Skeletteile wurden bei den Vorbereitungen zu Sprengarbeiten in der “kleinen Feldhofer Grotte” durch Arbeiter im August 1856 entdeckt. Über diesen Fund unterrichtete der Kalkbruchbesitzer den Vorsitzenden des naturwissenschaftlichen Vereins für Elberfeld Prof. Dr. Johann Carl Fuhlrott (1804 – 1877), der die Knochen sorgfältig analysierte und feststellte, dass es sich um die Reste eines urtümlichen Menschen handelte, einer uns vorangegangenen Form.

Erkrath ist eine “Stadt im Grünen”, die den Einwohnern eine hohe Lebens- und Wohnqualität sichert. Wer Erholung bei Natur und frischer Luft sucht, wird zahlreiche gute Gelegenheiten zu Spaziergängen durch Felder und Wälder finden. Neben dem Neander- und Stindertal ist ein vielbesuchtes Erholungsgebiet der Unterbacher See am Rande Erkraths. Wer dort nur schwimmen, segeln, windsurfen, campen oder einfach nur wandern will, für den hat sich auch nach 1975 nichts geändert, als der ehemals Erkrather Stadtteil Unterbach von der Landeshauptstadt Düsseldorf “eingesackt” wurde.

Eine reizvolle Landschaft mit umweltfreundlicher Industrie, eine abwechslungsreiche Wohnbebauung, moderne Schulen und Kindergärten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, vorhandene Einkaufszentren mit ihren leistungsfähigen Einzelhandelsgeschäften sowie die örtliche Gastronomie sorgen dafür, dass sich die Bürger in ihrer Stadt wohlfühlen.

 

Quelle: Webseite der Stadt Erkrath (www.erkrath.de)



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Allgemeines Update: 29.08.2014

 

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